Studieren muss man können
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Ich lebe was ich für die Bildungspolitik fordere: Kurze Studienzeiten, Lebenslanges Lernen, internationale Mobilität. Selber habe ich zunächst an einer der ältestens deutschen Universitäten studierte und beendete mein erstes Studium nach insgesamt viereinhalb Jahren Studium mit einem Master of Arts an der ältestens Universität der Niederlande (Köln und Leiden).

Mein Wissen habe ich parallel und später durch weitere Studien an exzellenten Neu- bzw. Wiedergründungen des 19. und 20. Jahrhunderts ergänzt. So kam 2005 ein MBA an der Europauniversität Frankfurt Oder hinzu und schon 1996/97 ein interdisziplinärer Studiengang Internationalee Entwicklungszusammenarbeit an der Freien Universität Amsterdam

Ich positioniere mich aus eigener Erfahrung deutlich gegen Studiengebühren wie sie CDU und FDP wollen. Allerdings bin ich in bezug auf Studiengebühren gar nicht dogmatisch, denn ich kenne aus meiner Arbeit auch die Anforderungen der Hochschulen und des Arbeitsmarktes. Ich kenne auch die Vor- und Nachteile zahlreicher anderer Bildunsgsysteme und stecke berufsbedingt so richtig in den Hochschulreformen "drin".

Ich kenne z.B. aus den Niederlanden Studiengebühren als wichtiges Lenkungsinstrument für Studenten und Hochschulen. ABER: In den Niederlanden bekommt auch jeder Student ein Stipendium, jeder, auch der Sohn der Königin. Dieses Stipendium wird zunächst für 4 Jahre gezahlt und kann noch relativ einfach auf fünf Jahre verlängert werden. Für 6 Jahre Förderung muss man schon gewichtige Gründe wie die Pflege der Eltern oder in Ausnahmefällen auch einen Wechsel des Studienfaches haben. Der Effekt: kurze Studienzeiten, kleine Seminar, intensives lernen, Bildungsteilhabe für alle. Außerdem nehmen wegen des Stipendiums viel mehr Schulabgänger ein Studiem auf, gerade für so genannte bildungsferne Schichten senkt das Stipendium die Hemmschwelle.

Wenn das so in Deutschland laufen würde, könnte man also mit mir sogar über Studiengebühren reden... aber das läuft so nicht in Deutschland. Denn Deutschland ist im Hochsculbereich jetzt noch nicht einmal dort, wo die Niederlande schon vor mehr als 15 Jahren waren, in Bezug auf Ausstattung von Hochschulen, Unterstützung von Studenten, Drittmittel, Organsiation des Studiums usw.. Es gibt noch sehr viel zu tun an Deutschlands Universitäten! Ach ja, und was die Studiengebühren anbetrifft: Die gehören unter den derzeitigen Bedingungen eindeutig abgeschafft.

 

 

 

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