Deutschland veröffentlicht EU-Agrarsubventionen im Internet
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Politikfelder - Europa
Geschrieben von: Stefan Schwan   

Mit Verspätung hat auch Deutschland im Juni die EU-Direktzahlungen und Marktbeihilfen veröffentlicht. Bayern hatte sich bis zuletzt dagegen gesträubt, obwohl alle Bundesländer laut EU-Beschluss schon seit Ende April zur Offenlegung verpflichtet sind. Die Zahlen belegen: Große Lebensmittelkonzerne profitieren am meisten von den EU-Agrarsubventionen.

Zu den Spitzenempfängern zählen beispielsweise Campina mit 1,9 Millionen Euro, Doux Geflügel mit 4,7 Millionen, das Getreideunternehmen August Töpfer mit 7,4 Millionen und Storck mit 3,3 Millionen Euro. "Die Exportsubventionen drücken die Preise auf dem Weltmarkt. Während die Gewinne der bezuschussten Konzerne steigen, werden Kleinbauern weltweit durch das Exportdumping in die Armut gedrängt", kritisiert Marita Wiggerthale, Agrarexpertin bei Oxfam Deutschland. Die erneut eingeführten Exportsubventionen für Milchprodukte seien beispielhaft für diese skandalöse Praxis.

(gekürzte Pressemitteilung des BUND, zur vollständigen Pressemitteilung)

Deutschland ist eines der letzten Länder in Europa, das die Verwendung der EU-Subventionen transparent macht und offen legt. Maßgeblich blockiert wurde die Offenlegung durch Horst Seehofer. Aus Großbritannien weiß man bereits, dass dort z.B. Großbetriebe und Adelige besonders von den EU-Agrartöpfen bekommen, So erhält das bedonders EU-kritische britische Königshaus mehrere Millionen an Agrarsubventionen für ihre Anwesen. Auch in Deutschland profitieren nicht Kleinbetriebe, sondern besonders die großen.

Mehr hierzu auf der Kampagnenseite des BUND.

Nachschauen, wer in Paderborn wie viel EU-Subventionen erhält? Hier geht es!

 

Zuletzt aktualisiert am Sonntag, 28. Juni 2009 um 08:04 Uhr
 

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