| Duzen? |
| Über mich - Über mich | |||
| Geschrieben von: Stefan Schwan | |||
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IKEA macht es schon lange, die Amerikaner auch. Ja, liebe Besucher, gestattet, dass ich euch beim Vornamen anrede! Wie ihr meiner Vita entnehmt, war ich etliche Jahre im Ausland. In den Niederlanden "duzt" man sich viel schneller als in Deutschland. Grundsätzlich "siezt" zwar auch der Niederländer ab und zu, aber eigentlich ist das etwas aus einer fernen Zeit, das vor allem die steifen "Moffen", also die deutschen Nachbarn immer noch machen. "Jijen", wie das Duzen bei den Niederländern heißt, ist doch viel unkomplizierter. In Russland redet man sich zwar mitunter recht bald beim Vornamen an - selten ohne "Vatersnamen" -, bleibt aber oft beim "Sie". Unsere südlichen deutsch sprechenden Nachbarn Duzen zuweilen auch was das Zeug hält, von Bozen bis Wien und Zürich, dort geht das du doch zumindest viel leichter über die Lippen. Auch im Ruhrgebiet passiert es einem nicht so selten, dass einen wildfremde Leute mit "du" anreden. Ja und in internationalen Kontexten? In meinem Job findet die Kommunikation mit europäischen Partnern ganz überwiegend auf Englisch statt - und da sagt man, ja ihr ahnt es, statt "du" einfach "you". You? "You can say you to me", dieser Satz wird angeblich Helmut Kohl zugeschrieben. Wer weiß ob es stimmt. Auf jeden Fall stimmt es, dass es für deutsche Ohren etwas gewöhungsbedürftig ist, wenn Tom und John einen ohne Hemmungen im allerersten Mailkontakt beim Vornamen anreden. Muss das sein? Nun ganz so deutsch und ganz so steif müssen wir uns vielleicht wirklich nicht geben, oder? Was andere Völker können, darüber sollten wir uns doch auch nicht aufregen. Und überhaupt: Es geht vor allem um die Inhalte und das, was du von Politik erwartest!
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| Zuletzt aktualisiert am Dienstag, 25. August 2009 um 18:11 Uhr |




